Was ändert sich für Familien 2018?

KINDERGELD: Das monatliche Kindergeld wird erneut um 2 € angehoben. Für die ersten beiden Kinder gibt es nun jeweils 194 € pro Monat, beim dritten Kind sind es 200 € und bei jedem weiteren Kind sogar 225 €. Allerdings kann Kindergeld künftig nur noch für 6 Monate rückwirkend beantragt werden und nicht mehr – wie bisher – für mehrere Jahre.

EINKOMMENSTEUER: Der Grundfreibetrag steigt von 8.820 € auf genau 9.000 €. Erst ab dieser Summe müssen ledige Erwachsene ihr Einkommen versteuern. Bei Ehepaaren und eingetragenen Lebenspartnerschaften verdoppelt sich der Betrag auf 18.000 €. Dazu kommt der Kinderfreibetrag, der zum Jahreswechsel um 72 € auf insgesamt 7.428 € steigt. Bei Eltern bleibt dieser Betrag pro Kind und Jahr ebenfalls steuerfrei.

MUTTERSCHUTZ: Auch Schülerinnen und Studentinnen können künftig Mutterschutz in Anspruch nehmen. Wie üblich gilt eine sechswöchige Schutzfrist vor der Geburt, in der die werdende Mutter nicht mehr arbeiten muss, sowie ein achtwöchiges Beschäftigungsverbot nach der Entbindung. Bei der Geburt eines behinderten Kindes verlängert sich diese Frist von 8 auf 12 Wochen. Gleichzeitig soll es aber auch Ausnahmen geben, wenn die Betroffene das möchte. Es soll auch keine Arbeitsverbote mehr gegen den Willen der Schwangeren geben.

UNTERHALT: Bei minderjährigen Trennungskindern steigt der Mindestsatz beim Unterhalt. Abhängig vom Alter des Kindes und dem Einkommen der Eltern erhöhen sich die monatlichen Sätze in der neuen „Düsseldorfer Tabelle“ um 6 bis 12 €. Gleichzeitig werden aber auch die Einkommensklassen reformiert, was für einige Kinder wiederum zu Einbußen führen dürfte. Beim staatlichen Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende, wo der andere Elternteil seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, steigen die monatlichen Sätze um bis zu 5 €.

Quelle: www.merkur.de

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