Warnsystem für Amokläufe an Schulen

Nach dem Amoklauf in Winnenden im Jahr 2009 haben einige Schulen in Hessen begonnen, sich zu schützen. In Frankfurt wurde an rund 50 der insgesamt 170 weiterführenden Schulen eine Amok-Warnanlage installiert. Bis 2019 sollen weitere 50 Schulen ausgerüstet werden. Die Amok-Knöpfe sind teilweise direkt mit der Polizei verbunden und verfügen über eine Abhörfunktion. An Frankfurter Schulen gab es allein im Herbst 2016 etwa 12 Amokdrohungen.

In Wiesbaden wird über das Thema noch politisch gestritten. Die eingerichteten Warnsysteme an den Schulen sind bis auf Weiteres nicht in Betrieb.

In Hanau nehmen einige Schulen an dem SMS-Warnsystem Taskwatcher teil. Im Gefahrenfall wird ein stiller Alarm ausgelöst und eine Nachricht aufs Handy gesendet.

Die Schulen in Stadt und Kreis Offenbach haben bislang keine Vorkehrungen getroffen. Das staatliche Schulamt Offenbach setzt auf Prävention durch Fortbildungen. Außerdem wurden sogenannte Krisenteams eingerichtet, die sich aus Schulleiterin, Lehrern, Sozialarbeitern und Seelsorgern zusammensetzen.

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