Interview mit Yasmina Förster, Projektleiterin in der Kinderbibliothek und Besitzerin von Lesehund Bonny

Melanie Reichardt: Frau Förster, Sie sind Mitarbeiterin in der Kinderbibliothek in Offenbach. Wie kamen Sie auf die Idee mit dem Lesehund?

Yasmina Förster: Ich hatte das Glück mit zwei wunderbaren Hunden aufwachsen zu dürfen. In meinem Beruf als Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste habe ich schon vorher mit Kindern gearbeitet und Kinderveranstaltungen gemacht. Ich habe dann überlegt, wie man beides miteinander verbinden kann. Ich weiß um die Wirkung von Hunden auf Kinder und wollte das irgendwie hier in die Kinderbibliothek bringen.

Ich habe dann im Internet recherchiert und gesehen, dass es in den USA bereits seit Jahrzehnten ein Programm mit dem Namen Reading Dogs gibt. Da kommen ehrenamtliche Frauen und Männer mit ihren Hunden in die Bibliotheken oder Schulen und die Kinder dürfen den Hunden dann vorlesen.  So bin ich dann auf die Frage gekommen, warum macht man das hier nicht? Durch weitere Recherchen bin ich dann auf Frau Grobholz vom Lesehund München aufmerksam geworden, die die Idee aus den USA nach Deutschland gebracht hat. Ich habe bei ihr ein Seminar besucht.

Dann habe ich ein Konzept erstellt und es der Leitung der Kinderbibliothek vorgelegt. Und das Konzept wurde tatsächlich genehmigt. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter musste im Vorfeld zustimmen. Das hat dann eine Weile gedauert.. Auch der Oberbürgermeister musste zustimmen, da Hunde grundsätzlich in den Dienstgebäuden der Stadt verboten sind. Wir mussten plausibel begründen, warum es für uns eine Ausnahmeregelung geben soll. Ja, das hat geklappt. Und seitdem ist Bonny hier Mitarbeiterin. Sie geht total gerne arbeiten. Sie kommt hier mit einem Schwanzwedeln rein, das ist unfassbar. Jeden Morgen ist hier Highlife in Dosen. Und auch die Kolleginnen freuen sich immer, wenn sie kommt.

Seit wann arbeitet Bonny hier?

Ich habe sie geholt, als sie 10 Wochen alt war. Ich hatte zwei Wochen „Erziehungsurlaub“ und dann kam sie mit in der Bibliothek, um das alles hier kennenzulernen. Wir haben dann eine Ausbildung zusammen gemacht und seit September 2015 bieten wir Veranstaltungen mit Bonny an.

Bonny ist eine Briard-Hündin, also ein französischer Hütehund. Ist diese Rasse besonders geeignet für die Aufgabe als Lesehund?

Jein. Als Schulhunde werden besonders Labradore und Golden Retriever eingesetzt. Ich finde aber den Charakter des Briard für das was ich mache, nämlich die Einzelförderung, total perfekt. Manche Labradore  gehen sofort in den direkten Kontakt mit den Menschen. Sie kommen sofort auf die Kinder zu und wollen gestreichelt werden. Das ist bei Bonny am Anfang überhaupt nicht so.

Die Briards sind zu Beginn eher zurückhaltend und können sich sehr gut vor allem auch in Kinder hineinversetzen. Zumindest Bonny kann das. Sie ist ganz sensibel und vorsichtig. Viele Kinder haben am Anfang erstmal Respekt, weil Bonny so groß ist. Und Bonny geht dann erst mal nicht auf das Kind zu. Das wäre für die Kinder, die ich in der Einzelförderung habe, auch nicht so gut. Die brauchen ihre Zeit, um sich zu öffnen. Sie haben ja alle irgendein Problem mit dem Lesen oder mit dem Selbstbewusstsein. Wenn sie dann merken, da ist ein Hund, und der hat genauso Respekt vor mir wie ich vor ihm, dann hilft das den Kindern ungemein.

Ich finde den Charakter den Bonny hat perfekt. Ich kann das aber nicht an der Rasse festmachen. Es gibt bestimmt auch Briards, die für diese Aufgabe nicht so geeignet sind. Und es ist natürlich vor allem auch eine Frage der Erziehung. Ich habe großen Wert darauf gelegt, dass sie gut sozialisiert wurde und hier alles kennenlernt.

Wie und wo wurde Bonny ausgebildet? Was hat Bonny da gelernt?

Wir haben zunächst das Seminar bei Kimberly Grobholz beim Lesehund München besucht. Da ging es um die Geschichte des Lesehundes. Was ist der Hintergrund und wie kam der Lesehund nach Deutschland? Wir mussten auch nach München, um uns überhaupt Lesehund nennen zu dürfen. Das war damals noch ein geschützter Begriff.

Die eigentliche Ausbildung haben wir dann bei Schnauzenwelt in Riedstadt gemacht. Dort haben wir eine Schulhundteamausbildung absolviert. Diese Ausbildung kann ich auch jedem empfehlen, der Interesse hat, seinen Hund ausbilden zu lassen. Es war klasse. Sie haben dort ganz viel Augenmerk gelegt auf die Körpersprache des Hundes, so dass ich sofort erkennen kann, wann mein Hund Stress hat. Wie kann ich sie dann rausnehmen aus der Situation? Wie kann ich den Kindern gut vermitteln, dass ein Hund kein Kuscheltier ist, sondern ein Lebewesen, das seine Bedürfnisse hat, auf die sie achten müssen? Es ging auch um die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten des Hundes.

Die Ausbildung fand an acht Terminen ganztägig samstags statt und lief über ein Jahr. Dort haben zum größten Teil Lehrer mit ihren Schulhunden teilgenommen und wir durften auch teilnehmen, weil Bonny ja auch an der Schule eingesetzt wird. Außerdem gewinnt man durch die Ausbildung einen Verbund mit anderen. Einmal im Jahr treffen wir uns. Man unterschreibt auch eine Selbstverpflichtung, dass man sich einmal im Jahr zu einer Fortbildung anmeldet. Da wird auch geschaut, wie es dem Hund geht.

Bonny lebt bei Ihnen und sie arbeiten gemeinsam. Wie ist das, den ganzen Tag zusammen zu verbringen?

Das ist ein Traumberuf! Das muss ich wirklich sagen. Wir sind 24 Stunden zusammen und das ist auch wichtig. Ich kenne Bonny dadurch sehr genau. Bei jedem Haar, das sich bei ihr bewegt, weiß ich warum es sich bewegt. Das ist vor allem wichtig für die Arbeit mit Kindern. Das Verhalten von Kindern ist in vielen Situationen nicht vorhersehbar. Wenn dann mal schnell eine Hand ausgestreckt wird, muss ich mich darauf verlassen können, dass der Hund entspannt bleibt. Da hilft es ungemein, dass ich den ganzen Tag mit Bonny verbringe.

Wir sind auch dreimal in der Woche in der Hundeschule, damit Bonny gut ausgelastet wird und sie auch nicht das Gefühl bekommt, sie müsse nur arbeiten. Der Hund ist mein Hobby und gehört einfach zu meinem Leben dazu. Das war schon immer so und wird auch, glaube ich, immer so bleiben. Auch in meinem Umfeld gibt es viele Hunde. Meine Mutter hat zum Beispiel Bonnys Bruder.

Sie arbeiten in der Kinderbibliothek. Welche Angebote haben Sie und Bonny für Kinder und für Gruppen?

Zum einen machen wir die Einzelförderung. Das ist für Grundschulkinder von der ersten bis zur vierten Klasse. Wir arbeiten mit Kindern, die Probleme haben mit dem lauten Vorlesen oder überhaupt zu lesen. Die vielleicht mal eine schlechte Situation erlebt haben, in der Klasse ausgelacht wurden oder so und sich jetzt nicht mehr trauen, jemandem etwas vorzulesen. Da ist Bonny dann da und fängt das Kind auf, so dass das Kind das Vorlesen üben kann. Einfach laut zu lesen und zu merken, da passiert nichts. Ganz im Gegenteil, da ist ja etwas Positives, nämlich der Hund. Bonny schaut das Kind an, meistens ab der dritten Stunde liegt sie dann auch mit dem Kopf auf dem Knie des Kindes und döst oder schläft beim Vorlesen. Das größte der Gefühle ist dann, wenn Bonny sich auf den Rücken legt und man ihr den Bauch streicheln kann.

Dann haben wir noch die Gruppenveranstaltungen. Das sind einmal die Veranstaltungen für die Kindergärten. Die sind zum Thema Haustiere. Da steht dann ein Buch im Mittelpunkt und wir zeigen den Kindern ein Bilderbuchkino. Das machen wir dann mit Frau Elfe, der Leiterin der Kinderbibliothek, zusammen. Sie übernimmt dann meist den Vorlese-Teil und die Erläuterungen und ich dann die Aktionen mit dem Lesehund. Wir haben dafür sehr schöne Bücher ausgewählt. Aktuell haben wir ein weiteres Buch mit aufgenommen, das heißt „Hilfe, dieses Buch hat meinen Hund gefressen!“. Da muss dann der Hund wieder aus dem Buch rausgeschüttelt werden von den Kindern. Bei den Veranstaltungen stehen oft die Leseförderung und Finger- bzw. Mitmachspiele im Mittelpunkt. Und Bonny wird dann eingesetzt und unterstützt das Programm.

Die Informationen finden Sie auch in unserem Curriculum, also der Broschüre für die Kindertagesstätten in Offenbach. Die bekommen Sie bei uns in der Kinderbibliothek.

Wie läuft so ein Termin mit Bonny in der Schule ab?

Wir besuchen jeden Dienstag die Erich-Kästner-Schule hier in Offenbach für die Einzelförderung. Die Erich-Kästner-Schule ist eine Sprachheilschule. Wir arbeiten zurzeit mit 5 Kindern, die der Klassenlehrer aussucht. Die Kinder werden einzeln aus der Klasse geholt und verbringen eine halbe Stunde mit Bonny und mir. Dafür werden sie von den anderen oft beneidet. Nach dem Treffen mit dem Lesehund werden die Kinder dann ausgefragt. Das ist für die Kinder etwas ganz besonderes, vor allem weil sie meist zuvor nie von ihren Mitschülern angesprochen wurden.

Bei der Einzelförderung wird mit ausgewählten Büchern gearbeitet. Da geht es um eine Familie, die auch einen Hund hat. Wir fangen dann mit Büchern an, in denen etwa 5 Wörter pro Seite stehen. Darauf wird dann langsam aufgebaut. Die Geschichten werden immer schwieriger und die Geschichten bauen auch aufeinander auf. Die Wörter und die Sätze werden schwieriger. Und die Geschichten werden immer phantasievoller. Es gibt zum Beispiel einen Schlüssel, der zaubern kann und vieles mehr. Die Geschichten sind sehr schön und die Kinder lieben sie. Die Geschichten handeln von dem Hund, der auch zum Tierarzt geht oder nicht gerne gebadet wird. Dann fragen die Kinder nach, wie das bei Bonny und ihrem langen Fell ist. Wird sie auch gebadet? Mag sie das? Dann sage ich, nein, sie hasst das. So komme ich dann mit den Kindern ins Gespräch. Kinder fragen auch sehr viel nach. Wenn sie zum Beispiel hören, dass Bonny einen Bruder hat, dann erzählen sie von ihren Geschwistern. Sie verbinden sehr viel mit dem Hund.

Die Kinder lesen Bonny in der Einzelförderung 15-20 Minuten vor. Danach machen wir dann noch ein Spiel mit ihr, beim dem es dann ums Textverständnis geht. Bonny kann Fragen würfeln oder apportiert Säckchen. Die Kinder können auch ein Tagebuch von Bonny lesen und danach stellen wir Fragen dazu. Wir arbeiten auch viel mit Fotos. Das lieben die Kinder. Auch Fotos von früher, als Bonny noch ein Welpe war. Das können sich die Kinder nicht vorstellen, dass Bonny mal anders ausgesehen hat. Es geht viel um Bonnys Geschichte und ihre Hobbys. Die Kinder bekommen auch einen Lesehund-Ausweis von mir. Dann gibt es für jedes Mal, wo sie Bonny vorgelesen haben, einen Sticker, die sie sammeln. Bei 5 Stickern erhalten die Kinder dann ein Lesezeichen mit einem kleinen, personalisierten Text und einem gemeinsamen Foto mit Bonny. Das Foto machen wir beim vierten Termin. Das finden die Kinder ganz toll. So können sie ihren Eltern dann auch zeigen, was das für ein großer Hund ist.

Nach den 5 Wochen kann der Klassenlehrer dann neue Kinder auswählen. Wenn dreimal 5 Kinder dran waren, werden die Kinder in der Kinderbibliothek zum Lesefest eingeladen. Da können dann auch die Eltern kommen und sehen, dass Bonny auch wirklich ein echter Hund ist. Die Kinder können zeigen, was sie mit Bonny gelernt haben. Es gibt ein Bilderbuchkino und wir machen auch Spiele. Es gibt etwas zu essen und zu trinken. Und so entsteht auch der Bezug zur Kinderbibliothek. Hier gibt es ganz viele tolle Bücher und Bonny arbeitet hier. Die Kinder können Bonny besuchen kommen.

Mit welcher Altersgruppe arbeitet Bonny zusammen?

Bei den Haustierveranstaltungen sind es Kinder im Alter von 3-6 Jahren, also Kindergartenalter. Die Lese-Einzelförderung machen wir mit Kindern im Grundschulalter. Wir beginnen am besten wenn die Kinder schon ein halbes Jahr in der Schule sind und die Buchstaben bereits kennengelernt haben.

Für welche Kinder ist die Zusammenarbeit mit Bonny besonders sinnvoll? Wie können die Kinder von Bonny profitieren?

Das ist sehr unterschiedlich. Vom Charakter Kinder, die eher zurückhaltend sind und mit Bonny aus sich rausgehen können. Mit Bonny kann man das Selbstwertgefühl der Kinder gut stärken. Ich habe aber auch schon umgekehrt Kinder hier gehabt, die totale Rabauken waren und durch Bonny gelernt haben, mal ruhig zu sein, Rücksicht zu nehmen und nicht zu grob zu sein. Es kommt also darauf an. Grundsätzlich eigentlich alle Kinder, die Probleme mit dem Lesen haben.

Gab es eine Situation, die sie als besonders schön oder berührend empfanden?

Da gibt es viele Situationen. Es ist immer sehr schön, diese besondere Atmosphäre wahrzunehmen. Am Anfang haben die Kinder oft noch Respekt vor Bonny und umgekehrt. Das ist ja auch völlig in Ordnung. Und meist so ab dem dritten Termin weiß das Kind dann, okay, der Hund frisst mich nicht und Bonny weiß, das Kind ist nett zu mir. Dann sitzen die beiden ganz entspannt zusammen und das Kind liest Bonny die Geschichte vor. Die Kinder genießen das richtig. Manche Kinder zeigen Bonny auch die Bilder im Buch. Bonny sucht dann den Kontakt und liegt oft auch mit dem Kopf auf dem Knie des Kindes. Dann weiß ich, das Kind fühlt sich wohl und der Hund auch.

Eine Situation war aber besonders. Das war ein Mädchen. Sie war damals 5 Jahre alt und hatte Probleme mit dem Reden. Sie hatte Schwierigkeiten, in der Öffentlichkeit zu sprechen. Bei den ersten Terminen mit uns hat sie auch nicht geredet. Wir haben Spiele gespielt, die ohne Sprechen auskamen. Wenn Bonny etwas Witziges gemacht hat, dann hat das Mädchen gegrinst. Es hat ihr also Spaß gemacht. Und beim dritten Termin fing sie tatsächlich an zu reden. Zwar keine Sätze, aber Wörter. Ich habe sie etwas gefragt und sie hat geantwortet. Das war ein ganz besonderer Moment. Jetzt sind wir weiter am Arbeiten. Sie hat Bonny auch schon vorgelesen.

Besuchen Sie auch Kindergärten?

Nein. Wir bieten für die Kindergärten Haustierveranstaltungen an. Aber da wollen wir, dass der Bezug zur Kinderbibliothek gegeben ist. Die Kinder besuchen uns hier und lernen so auch die Kinderbibliothek kennen.

Eltern und Erzieherinnen schwärmen davon, dass mit Bonny eine ganz besondere Atmosphäre beim Lesen herrscht. Können Sie uns das beschreiben?

Es ist sehr ruhig. Die Kinder sind sehr konzentriert beim Lesen. Ich sitze daneben und kritisiere nicht. Wenn die Kinder mal nicht weiterkommen oder ein Wort sehr schwer ist, dann helfe ich oder wir machen das zusammen. Aber ansonsten können die Kinder ganz in Ruhe lesen. Sie werden nicht gestört. Sie können Bonny streicheln. Bonny schaut mal oder dreht sich auf den Rücken. Ich bin immer total relaxed, wenn ich aus einer Lesestunde komme. Es ist schon was Besonderes.

Man merkt auch, dass die Kinder es total genießen, dass Bonny da ist und das Kind im Mittelpunkt steht. Das ist eine besondere Situation für das Kind. Es hat Zeit, entspannt zu lesen. Und wir können darüber reden. Ich lobe auch sehr viel. Wenn zum Beispiel ein Satz richtig vorgelesen wurde, dann lobe ich. Das freut mich dann selbst so. Viele Kinder stottern am Anfang noch und nach etwa 5 Minuten werden sie dann ruhiger. Und dann entspannt sich auch Bonny und legt sich auf die Seite. Das merkt man richtig.

Bonny und Sie sind im vergangenen Jahr mit dem Hessischen Leseförderpreis ausgezeichnet worden. Das ist für Sie bestimmt eine schöne Bestätigung für Ihre Arbeit mit Bonny.

Ja, das ist es sehr. Ich bin sehr stolz darauf. Und total dankbar, dass es unser Projekt gibt. Ich bin meinen Kollegen und Frau Elfe sehr dankbar für die Unterstützung und das Verständnis. Als Bonny sehr klein war musste ich alle zwei Stunden raus auf die Wiese mit ihr. Ich habe die Seminare und Schulungen besucht und es war viel Arbeit. Wir haben aber auch viel positive Resonanz bekommen von den Besuchern, den Schulen und in der Presse.

Was haben Sie sich für 2017 für Ihr Projekt vorgenommen?

Wir möchten mit dem Preisgeld einen Lesehund-Raum einrichten. Das wird in meinem Büro sein. Bislang waren wir im Dachgeschoss in der Erwachsenenbibliothek und das war dort im Sommer sehr heiß. Die Fenster gingen nicht auf. Und ich musste immer zwischen dem Raum und meinem Büro hin und her laufen und die Bücher herumschleppen. Jetzt haben wir einen Raum, mit einem Podest, der farblich schön abgestimmt ist. In den Raum kommen dann ein Computer und ein Telefon, so dass ich Termine mit den Eltern abstimmen kann und die Bücher für den Einsatz mit dem Lesehund. Der Raum soll so gestaltet werden, dass es für die Kinder und den Hund gut ist. Das ist mein großes Projekt für 2017. Ich hoffe, dass es gut umgesetzt und dann auch gut angenommen wird.

Bonny ist ja sehr fleißig und arbeitet sehr konzentriert. Wie wird Sie für Ihren Einsatz belohnt?

Mit viel Leckerlis. Sie hat aber vor allem viel Spaß an ihrer Arbeit. Das merke ich. Sie kommt hier jeden Tag ganz freudig rein. Ich habe so einen Trolley, in dem die Sachen für die Erich-Kästner-Schule sind. Wenn ich diesen Trolley nehme, dann wedelt der Schwanz ganz wild, da ist die Vorfreude groß. Sie weiß wo es hingeht und sie geht da gerne hin. Außerdem darf sie 24 Stunden mit ihrer Halterin zusammen sein und muss nicht alleine zu Hause bleiben. Sie hat auch viel Ausgleich durch die Hundeschule. Und sie hat hier in der Kinderbibliothek die Menschen, die sie sehr gerne mag. In den Schubladen der Kollegen sind überall Leckerlis. Das weiß sie auch. Das schönste ist wohl, dass sie eine Aufgabe hat.

Vielen Dank für das Interview, Frau Förster!

Ein Kommentar

  1. Familie Keller
    Familie Keller

    Interessanter Bericht. Danke schön.

    4. Februar 2017 an 22:38

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