Bummelkinder-Blog

Stefanie Zahn hat in Offenbach-Bieber den Bummelkinder-Laden eröffnet. Hier gibt es Kindersachen, hochwertige, gebrauchte Kinderkleidung und Bücher. Sie betreibt außerdem den Blog „Bummelkinder“. Stefanie Zahn schreibt Familien-Reise-Berichte und mehr.

Hier eine Pressemitteilung der Arbeitsagentur über die Bummelkinder in Bieber:

Stefanie Zahn hat den Kinder- & Buchladen „bummelkinder“ in Offenbach-Bieber eröffnet / Der Gründungszuschuss der Offenbacher Arbeitsagentur hat ihr den Start in die Selbständigkeit erleichtert

Schon beim Betreten des Ladens merkt man, dass es Stefanie Zahn nicht an Energie mangelt. Die junge Mutter hat den Buchladen im Zentrum von Offenbach-Bieber übernommen und im Januar mit einem neuen Konzept eröffnet. Ihre beiden Kinder sind gerade mal 3 und 6 Jahre alt. Also kein leichtes Spiel, oder? „Ohne die Unterstützung meines Mannes und der Großeltern könnte ich das Projekt nie realisieren“, gibt die junge Frau unumwunden zu.

Die gelernte Reiseverkehrskauffrau hat viele Jahre bei einem Reiseveranstalter gearbeitet und Karriere gemacht. Sie ist viel herumgekommen, liebte ihren Beruf und wollte nach zwei Elternzeiten zunächst in Teilzeit wieder einsteigen. Doch die bisherige interessante und abwechslungsreiche Aufgabe konnte in Teilzeit nicht realisiert werden. Es kam daher zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

In dieser Lebensphase keimte ein anderer Plan in ihr auf. Der Buchladen im Herzen von Offenbach-Bieber suchte einen Nachfolger. Stundenweise hatte sie hier während der Elternzeit ausgeholfen und war angesprochen worden, ob sie sich vorstellen konnte, den Laden zu übernehmen.

Über all das schreibt Stefanie Zahn offen und authentisch auf ihrem Blog www.bummelkinder.de. Den Blog hatte sie eingerichtet, weil sie – schon immer gern unterwegs – ihre Reiseleidenschaft nun gemeinsam mit ihrer jungen Familie auslebte und den Rest der Welt daran teilhaben lassen wollte. Mittlerweile ist der Blog gewachsen um alle möglichen Themen, die für junge Familien in Offenbach und Rhein-Main interessant sind. Die Idee mit der Selbständigkeit hatte mehr und mehr Gestalt angenommen. Es sollte mehr als ein Buchladen werden: ein Laden auch für Kinderkleidung – First und Second Hand – und schönen Dingen, die man noch braucht, wenn man kleine Kinder hat. Events sollten stattfinden: Bastelnachmittage, Märchenstunden, „Nightshopping für Mamis“ und dergleichen. Der Blog spielte im Marketing und auch sonst eine wichtige Rolle. Zusätzlich ist die Gründerin auch auf Facebook, Instagram und Pinterest unterwegs.

Stefanie Zahn ließ sich mehrfach bei der Arbeitsagentur beraten, wo ihre Gründungsidee positiv bewertet wurde. Als sie dann tatsächlich arbeitslos wurde, stand der Wunsch nach Selbständigkeit für sie schon fest. Durch die gute Beratung und die Teilnahme an Informationsveranstaltungen für potenzielle Existenzgründer war ihr klar, dass sie einen Antrag auf Gründungszuschuss stellen konnte.

Die Agentur für Arbeit kann Existenzgründungen fördern, wenn ein Restanspruch auf Arbeitslosengeld I von mindestens 150 Tagen besteht. Der Geschäftsidee muss durch eine fachkundige Stelle die Tragfähigkeit bestätigt werden und die persönliche Eignung für die Selbständigkeit muss gegeben sein. Es wird auch geprüft, ob es offene Arbeitsstellen gibt – die haben dann Vorrang. Ob Gründungszuschusses gewährt wird, liegt immer im Ermessen der Arbeitsagentur.

In den ersten sechs Monaten beträgt der Gründungszuschuss so viel wie das individuelle Arbeitslosengeld plus 300 Euro monatlich. Später kann er für weitere neun Monate in Höhe von 300 Euro geleistet werden. Zudem kann man sich freiwillig gegen Arbeitslosigkeit versichern.

Hätte sich Stefanie Zahn auch ohne den Gründungszuschuss selbständig gemacht? „Wahrscheinlich schon“, lacht sie. „Aber die zusätzliche Sicherheit am Anfang macht den Schritt natürlich einfacher.“ Mittlerweile ist sie selbst Arbeitgeberin geworden, denn sie hat bereits eine Angestellte, die ihr flexible Arbeitszeiten und damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht.

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