Antworten von Peter Freier

1. Welches Problem sehen Sie bei der Kinderbetreuung in Offenbach und wie würden Sie es lösen?
Die Träger der Kindertagesstätten in Offenbach leiden unter Personalmangel. Viele Gruppen können nicht mit den notwendigen Erzieherinnen und Erziehern besetzt werden. Der „Markt“ ist „leergefegt“ und Fachpersonal ist schwer zu bekommen. Kurzfristig müssen kreative Maßnahmen ergriffen werden um die Betreuung von Kindern aufrecht zu erhalten. Ich setze mich für mehr Ausbildungsplätze in Offenbach für Erzieherberufe ein. Ebenso sind die Planungen für Betreuungsangebote an dem tatsächlichen Bedarf auszurichten. Wer als Investor Wohnungen im großen Stil in Offenbach errichten möchte, muss auch für die Betreuungseinrichtungen Verantwortung übernehmen.
Die Betreuung von Schulkindern ist in ihrer Vielfalt aufrecht zu erhalten und zu fördern.
Gerade in Offenbach muss die Sprachförderung bereits bei der Kinderbetreuung einsetzen. Hier leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kinderbetreuungseinrichtungen schon sehr beachtliches und diese müssen auch in die Lage versetzt werden, sich weiter zu bilden.

2. Was muss für die Schulen in Offenbach getan werden und wie wird Ihr Engagement dabei aussehen?
Das Schulangebot in Offenbach muss an dem Bedarf ausgerichtet sein. Jedes Kind in Offenbach soll diejenige Schulform besuchen können, für das es befähigt ist. Dies setzt, wie auch bei der Kinderbetreuung, eine frühzeitige Planung voraus. Ich werde mich als Oberbürgermeister für die Chancengleichheit aller Offenbacher Schülerinnen und Schüler vorrangig einsetzten. Die Stadt Offenbach als Schulträger muss ausreichend viele Schulen vorzuhalten und diese sollen in einem guten baulichen Zustand sein. Bereits jetzt als Stadtkämmerer setze ich mich für einen realistischen Schulsanierungsplan ein, auf den sich die Schulgemeinden verlassen können. Diesen Kurs werde ich als Oberbürgermeister und Kämmerer weiter verfolgen und auch dafür sorgen, dass nachgefragte Schulformen in Offenbach vorhanden sein werden. Bei Bedarf sind auch neue Schulen zu errichten. Zunächst richtet sich mein Fokus auf die Sanierung der dafür vorgesehenen Schulen und die Errichtung einer neuen Fröbelschule.
Ich werde mich als Oberbürgermeister beim Land Hessen auch für genügend Lehrkräfte an Offenbacher Schulen einsetzen, damit diese ihren Bildungsauftrag erfüllen können.

3. Was brauchen Kinder und Jugendliche in Offenbach in puncto Freizeit?
Kinder und Jugendliche benötigen in ihrer Freizeit eine Vielzahl von Angeboten, um ihren Interessen, Neigungen und Fähigkeiten nachgehen zu können. Dies gilt vor allem für ihre sportlichen, musischen und kulturellen Bedürfnisse. Die Stadt Offenbach mit ihren Jugendzentren bietet hier bereits ein beachtliches Angebot. Aber vor allem die Sportvereine und Kirchengemeinden in unserer Stadt bieten Kindern und Jugendlichen ein breites Spektrum von Aktivitäten und Möglichkeiten, ihre Freizeit sinnvoll zu nutzen. Die Angebote der Volkshochschule sowie die Jugendmusik- und Jugendkunstschule ergänzen dieses Angebot für den Bildungsbereich. Die Kinder- und Jugendfarm leistet ebenso einen wertvollen Beitrag für eine pädagogisch engagierte Freizeitgestaltung. Die Stadt unterstützt all dies durch die Bereitstellung und Pflege der Infrastruktur. Als Oberbürgermeister werde ich darauf achten, dass diese Infrastruktur auch weiterhin entsprechend gepflegt und gefördert wird.

4. Was ist für Familien in Offenbach sonst noch wichtig und wie wollen Sie sich dafür einsetzen?
Offenbacher Familien müssen in unserer Stadt willkommen sein. Als Oberbürgermeister will ich darauf Einfluss nehmen, dass die kommunalen Behörden in ihrem Handeln Familienfreundlichkeit ausstrahlen. Beispielsweise durch die Unterstützung von Familienzentren. Familienfreundlichkeit betrifft aber nicht nur die Kinder- und Jugendpolitik. Familien im weiteren Sinne sind alle Generationen, die berechtigte Anforderungen an ihre Kommune haben. Familien sind Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt in unterschiedlichen Lebensphasen. Die junge Familie die sich ein Haus bauen will ist genauso auf städtische Kooperation angewiesen wie Seniorinnen und Senioren, die einen Heim- oder Pflegeplatz benötigen. Die gesamte städtische Infrastruktur, von einem ausreichendem öffentlichen Personen Nahverkehr über sanierte und sichere Verkehrswege bis zu einem engagiertem Kulturangebot, kommt Familien zugute. Meine Aufgabe als Oberbürgermeister sehe ich darin, die Balance aller berechtigten Interessen zu wahren und für einen gerechten Ausgleich zu sorgen.

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